Weder 12 V noch 24 V ist grundsätzlich besser: Die Spannung bestimmt vor allem, wie viel Strom für eine gegebene Leistung fließen muss. Bei doppelter Spannung fließt für dieselbe Leistung nur die halbe Stromstärke. Das bedeutet dünnere Kabel, weniger Wärmeverlust und meist einen etwas besseren Wirkungsgrad bei höherer Leistung.
Für kleine, schwache Elektromotoren (etwa Bugmotoren auf Schlauchbooten) reicht 12 V völlig aus, und die Batterien sind günstiger und leichter verfügbar. Ab einer gewissen Leistungsklasse (grob ab mehreren hundert Watt Dauerleistung, wie sie größere Verdrängerboote brauchen) wird 24 V oder mehr sinnvoll, weil sonst die Kabel unpraktisch dick und die Verluste spürbar würden. Ein typischer 1-kW-Außenborder etwa profitiert bereits deutlich von 24 V gegenüber 12 V.
Die Spannung sollte sich also nach der benötigten Leistung richten, nicht umgekehrt – wer mit 12 V plant und später nachrüstet, baut sich sonst unnötig dicke Kabel und Verluste ein. Wie sich diese Leistung am eigenen Boot bestimmen lässt, steht in Wie viel PS braucht mein Elektromotor?.